| D-Jetronic-Prüfplan: |
| Inhaltsverzeichnis: |
| Prüfplan Sensoren |
| Stellgliedprüfung |
| Diverse Einzelprüfungen |
| Steuergerätesteckerbelegung |
| Fehlertabelle |
| Einbaulage |
| Hinweis: Diese Prüfungen werden bei abgezogenen Stecker-Steuergerät durchgeführt! |
| Überprüfung: | Anschluß: | Voraussetzungen: | Sollwert: | |||
| 1. Spannungsversorgung | 16-V-11 | Zündung ein | Bordspannung | |||
| 24-V-11 | Bordspannung | |||||
| 2. Startsignal | 18-V-11 | Anlasser betätigen | 9-12 Volt | |||
| 3. Druckfühler | 7-Ohm-11 | Zündung aus | unendlich | |||
| Massseschluß | 8-Ohm-11 | unendlich | ||||
| 10-Ohm-11 | unendlich | |||||
| 15-Ohm-11 | unendlich | |||||
| 4. Druckfühler Primärspule | 7-Ohm-15 | 90 Ohm | ||||
| 5. Druckfühler Sekundärsp. | 8-Ohm-10 | ca. 350 Ohm | ||||
| 6. Auslösekontakt | 12-Ohm-21 | Motor starten, | wechselnd | |||
| Zündverteiler | 12-Ohm-22 | besser FN 1 | 0 bis unendlich | |||
| 7. Drosselklappenschalter 1+2 | 14-Ohm-20 | Gaspedal FN 2 | siehe FN 2 | |||
| 14-Ohm-9 | dito. | |||||
| 8. Leerlaufschalter | 14-Ohm-17 | Drosselklappe in LL | siehe FN 3 | |||
| 9. Lufttemperatursensor | 1-Ohm-13 | ca. 300 Ohm bei | ||||
| 20 Grad/Celsius | ||||||
| 10. Kühlwassersensor | 11-Ohm-23 | ca. 2,5 kOhm | ||||
| bei 20 Grad Celsius | ||||||
| Stellglieder: | ||||
| Einspritzventile | 3-Ohm-11 | Siehe FN 4 | 2,4 Ohm | |
| 5-Ohm-11 | ||||
| 4-Ohm-11 | ||||
| 6-Ohm-11 | ||||
| Pumpenrelais | 19-Brü-11 | Zündung ein | Pumpe läuft an. | |
| Fussnoten: | |
| 1: Um die Anzeige besser beobachten zu können, ist es ratsam die Kurbelwelle mit Hand zu verdrehen. Durch die Trägheit mancher Geräte ist es nicht immer möglich genau zu messen. Man kann sich aber helfen indem man Pin 12 Steuergerätestecker an 11 legt, eine Dioden-Prüflampe nimmt und diese an Pin 16 und an Pin 21 oder Pin 22 anschließt . Beim Starten wird die Diodenprüflampe dann blinken, bzw, die Anzeige pendeln. 2: Gaspedal langsam durchtreten. Die Anzeige wird ca. 10x pendeln zwischen 0 3: Drosselklappe in Leerlauf =0 Ohm, bei Auslenkung größer 1° (ca 0,4-0,5mm) 4: Bei parallelgeschalteten Ventile die anderen Stecker abziehen, um nur ein Ventil messen zu können oder den Sollwert für ein Ventil durch die Anzahl der OL bedeutet Offene Leitung oder unendlich OHM. Hinweise: Die zwei Temperatursensoren sind NTC. Das bedeutet, dass ihr Widerstand bei steigender Hitze abnimmt. Der Wert des Kühlwassertemperatursensors bei Betriebs- |
|
| Diverse Prüfungen: | |
| Systemdruck: | |
| Der Systemdruck beträgt 2 bar und ist einstellbar. Falls der Druck zu niedrig ist, und nicht eingestellt werden kann, durch Verschliessen des Rücklaufes prüfen, ob Druck ansteigt. Wenn ja ist Druckregler defekt, wenn nein, Fördermenge der Pumpe und Leitungen prüfen (Kraftstoffilter!). | |
| Einspritzventile: | |
| Zum Prüfen der Einspritzventile ist es sinnvoll diese aus ihren Sitz herauszuziehen, Druckleitung bleibt angeschlossen. Ansteuern kann man die Ventile indem man den Stecker auf den zu prüfenden Ventil beläßt, Zündung einschaltet und wahlweise nach Schaltplan Pin 3-4-5-6 mit 16 verbindet (nur kurz antippen, besser mit Vorwiderstand!!). Die Ventile müsssen einen sauberen Strahl abgeben und nach dem Schließen nicht tropfen. Im Normalfall werden diese Ventile nur mit 3Volt angesteuert, also Vorsicht. Alternativ im ausgebauten Zustand Steuergerät angeklemmt lassen, Motor starten. (Gefäß unterstellen und Anschluß nur antippen) |
|
| Kaltstartventil und Thermozeitschalter: | |
| Bei Kühlwassertemperatur unter 35° muß das Startventil beim Startvorgang für einen kurzen Moment einspritzen. Zum Prüfen das Ventil rausziehen und in ein Gefäß halten. Leitungen bleiben angeschlossen. Es gilt das gleiche wie beim E-Ventil. Spritzt es nicht ein oder ist die Temperatur über 35° so legt man den Anschluß W am Thermozeitschalter auf Masse. Spritzt es immer noch nicht beim Starten ein, so ist die Spule des Ventils ohmisch zu messen (Wert 4,2 Ohm). Weitere Fehlersuche mit Hilfe des Schaltplanes. Zuerst ist es sinnvoll herauszufinden was fehlt, um dann bis zur Einspeisung zurück zu messen. |
|
| Auslösekontakte bei laufenden Motor: | |
| Am Stecker Zündverteiler Voltmeter (analog) an Pin 12 und 21 bzw.22 wechselweise anschließen. Der Wert liegt bei 4 Volt und die Abweichung zwischen beiden maximal 0,4 Volt. Motordrehzahl 2000 U/min. Alternativ auch Schliesswinkeltester. | |
| Zusatzluftschieber: | |
| Er muß bei kalten Motor geöffnet und bei warmen Motor geschlossen sein. Bei zu geringer Drehzahl bei kalten Motor ist der ZLS im geschlossenen Zustand hängen geblieben.Bei Sägen im warmen Zustand, überprüfen durch zudrücken des Schlauches zum Ansaugrohr. Wenn Motor dann ruhig läuft ZLS ausbauen und gegebenfalls erneuern. | |
| Druckdose: |
| 1. | Motor springt nicht an, K-Pumpe läuft nicht. |
| Spannung an Pumpe prüfen und wiederherstellen, ggfs. Pumpe tauschen. | |
| 2. | Motor springt nicht an, Pumpe läuft |
| Druckfühler nicht angeschlossen oder Leitung unterbrochen;anschliessen oder instandsetzen. Leitung zum Temperatursensor Wasser unterbrochen, bzw. Temperatursensor Kein Druck im Kraftstoffsystem. Mit Manometer prüfen und Leitungen auf Beschädigungen (Knicke,Undichtigkeiten) kontrollieren und beseitigen. |
|
| 3. | Motor springt kalt an und geht wieder aus. |
| Auslösekontakte oder Verkabelung überprüfen und instandsetzen. Prüfung 6
Druckfühler defekt oder Verkabelung defekt. Prüfung 3-5 |
|
| 4. | Motor geht während der Fahrt aus (vorher Aussetzer) |
| Auslösekontakt hoher Widerstand,evtl. Verschmutzt.
Steckverbindungen lose oder kein Kraftstoffdruck. |
|
| 5. | Schlechter Motorlauf,ein Zylinder arbeitet nicht, weiße Fahne aus Auspuff. |
| Ventil nicht in Ordnung, feststellen welcher Zylinder nicht arbeitet und betreffendes Ventil erneuern. | |
| 6. | Motor hat Aussetzer (Zündanlage in Ordnung). |
| Lose Anschlüsse oder fehlerhafte Masseanbindung. Masseverbindungen nachziehen (auch das von Motor zur Karosserie) und Steckverbindungen überprüfen. |
|
| 7. | Keine Leistung |
| Kraftstoffdruck gering. Druckfühler defekt oder Drosselklappe öffnet nicht vollständig. | |
| 8. | Hoher Kraftstoffverbrauch |
| Sensoren liefern falsche Informationen oder haben Übergangswiderstände. Siehe dazu Hinweise bei Fußnote 4.Drosselklappenschalter verstellt oder Kraftstoffdruck nicht in Ordnung.(Meistens zu hoch) Siehe diverse Prüfungen. | |
| 9. | Starkes Sägen im Leerlauf. |
| Undichte Schläuche (Falschluft),verstellte Drosselklappe, Kraftstoffdruck nicht in Ordnung. | |
| 10. | Motor setzt bei Beschleunigung aus (Patschen). |
| Übergangsanreicherung am Drosselklappenschalter arbeitet nicht, überprüfen. Prüfung 7 | |
| 11. | Unruhiger Leerlauf bei betriebswarmen Motor. |
| Zusatzluftschieber schließt nicht,prüfen.Kabelbaumstecker am SG lose,bzw. schlechter Kontakt. |
|
| 12. | Leerlauf läßt sich nicht einstellen (Drehzahl zu gering) |
| Drosselklappeneinstellung korrigieren. | |
| 13. | Aussetzer im Leerlauf und beim Beschleunigen. |
| Zündkabel berühren Kabelstrang zu den Auslösekontakten. | |
| 14. | Leichtes Ruckeln im Fahrbetrieb. |
| Falscher Kraftstoffdruck,verstopfter Filter oder Steckverbindung nicht in Ordnung. | |
| 15. | Aussetzer im Teillast. |
| Auslösekontakte verölt oder defekt. | |
| 16. | Aussetzer zwischen 3000-4500 Umd. /min. |
| Steuergerät im unteren Toleranzbereich. Druckregler auf 2.2 bar einstellen oder SG erneuern. | |
| 17. | CO-Einstellung über 1% oder unter 4% nicht möglich. |
| Auslösekontakte verschmort, Drosselklappenlagerung ausgeschlagen,Schlauch zum Druckfühler undicht oder Druckfühler defekt,evtl auch E-Ventil undicht oder defekt. | |
| 18. | Bei heißen Motor keine Leistung und Sägen im Leerlauf. |
| Ansaugrohr undicht oder Haarriss. Falschluft. | |
| 19. | Über 4000 Umd./min. Aussetzer. |
| Kraftstoffilter verstopft. | |
| 20. | Im Schiebebetrieb schlagen Flammen aus dem Auspuff. |
| Drosselklappenschalter defekt oder verstellt. |