Zentralverriegelung prüfen und instandsetzen

 

Zum Prüfen der ZV wird eine Unterdruckpumpe mit Manometer benötigt. Man kann sich notfalls auch behelfen indem man, jeweils an den Verbindungsstücken, ein Manometer mittels T-Stück einbaut und beobachtet. Dabei den Motor laufen lassen. Was die Umwelt und die Nachbarn davon halten ist allerdings eine andere Frage. Als erstes gilt es herauszufinden, in welchen Kreis die Anlage undicht ist. Dazu sollte man diverse Überlegungen anstellen.

Unterdruckplan ZV /8, 116, W1231. Schliessen alle ZV-Elemente ?

2. Öffnen alle ZV-Elemente?

3. Ist die Anlage gar nicht betriebsbereit oder hat sie keinen Unterdruck nach längerer Zeit?

In der Regel sind die Membrane der Stellelement nach einigen Jahren spröde und reissen. Dann entsteht eine undichte Stelle. Manchmal reicht sie aus um das Element zu Öffnen oder Schliessen. Meistens ist es eher so, daß sie ein Abschliessen ermöglicht und ein Aufschliessen verhindert, weil der ganze Unterdruck durch das Leck verlorengegangen ist.

Durch Lauschen an den SE (Stellelementen) kann man versuchen herauszuorten, welches defekt ist , es zischt dann dort.  Aber leider nicht immer. Man kann naürlich auch den schwierigsten Weg wählen; alle ausbauen und durch Sichtprüfung versuchen herauszufinden, wer der Übeltäter ist.  Schlecht, wenn`s dann ein Schlauch oder Rückschlagventil ist.

Als erstes sollte man die Rückschlagventile prüfen. Wenn an dem Anschluss Motorseite gesaugt wird,  muß Durchlass vorhanden sein. Andersrum muß gesperrt sein. Gilt für beide Ventile. Die Anschlüsse auf einer Seite sind miteinander verbunden.
Danach kommen dann die Heckklappe und das Tankschloß dran. Es macht deshalb Sinn, weil man dort am besten und einfachsten hinkommt. Einfach abklemmen, die Anschlüsse verschliessen und Unterdruck auf die Anlage geben, besser auf die Stellelemente. Wenn diese dann nicht funktionieren, entsorgen.

Nun muß man die Fahrertürverkleidung entfernen und kommt so an den Unterdruckschalter. Als nächstes verschliesst man den Anschluss zur Fahrertür, d.h. derjenige der vom Motor vorne kommt.  Wenn die Anlage den Unterdruck hält,  ist die Anlage bis dahin dicht. Falls nicht: die Leitungen und Unterdruckbehälter prüfen.  Man zieht beide Abgänge  am Unterdruckschalter ab, verschliesst die Stutzen und prüft den Unterdruck. Wenn er gehalten wird, ist der Schalter dicht.

Nun gibt man Unterdruck auf einen der Abgänge. Dabei sieht man ja, ob er schliesst oder öffnet, bzw. öffnen will. Wenn das gelingt und der U-Druck bleibt, ist der entsprechende Kreis i.O. Wenn Unterdruck auf beiden Kreisen verloren geht, ist eine der Membrane defekt, und dadurch entsteht eine Verbindung zwischen den Kreisen.

Nun geht es weiter. Jeder Kreis hat eine farbliche Kennzeichnung:
 
 

Saugleitung zum Motor und U-Druckbehälter gelb
Verriegelungsleitung gelb-rot oder weiß
Entriegelungsleitung gelb-grün oder schwarz

Wenn man jetzt festgestellt hat welcher Kreis undicht ist, trennt man als erstes an dem T-Stück , welches die Seiten aufteilt, die Leitungen und gibt darauf Unterdruck. Wieder das gleiche Spiel, dann geht man an den Anschlüssen , die in die Türen gehen. Je nachdem , was für ein Ergebniss man bekommt, demontiert man entsprechende Türverkleidung und sichtet das Element. Leitungen nicht vergessen.

Die Problematik beginnt natürlich, wenn beide Kreise undicht sind, weil das SE auf beiden Seiten undicht ist. Dann hift nur eins. Jede Tür einzeln überprüfen, gegebenfalls die 2-te Leitung, die zum SE gehen verschliessen. Das geht aber ohne Türverkleidung zerlegen. Am T-Stück im Fußraum wird dann entsprechend die Unterdruckpumpe angeschlossen.  Nur mit Manometer klemmt man das SE einfach am Anschluß ab und schaut, ob der U-Druck nach Verschliessen der Leitung erhalten bleibt.

 

 

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